And off to Tanzania, the last country of my journey around the globe…

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Posted from Cape Town, Western Cape, South Africa.

Unsere Zeit in Südafrika neigt sich dem Ende zu und nicht nur wir sind ein bisschen traurig darüber, sondern auch der Petrus scheint seine Probleme damit zu haben, die letzten Tage war das Wetter nämlich sehr wechselhaft, teilweise richtig patagonisch: Ein Moment scheint die Sonne, Sekunden später giesst es in Strömen… Gestern und auch heute beispielsweise war es sehr regnerisch, so richtig kalt und ungemütlich. Zum Glück haben wir in unserem Guest House ein Upgrade in ein schöneres Zimmer erhalten und haben jetzt unser eigenes kleines Häuschen am Ende des Gartens, ganz privat und ruhig; ein Ort also, wo es sich auch mal einen Tag beim Rumgammeln, Lesen und uns über Tansania schlau machen aushalten lässt. Zudem hatten wir noch ein paar Sachen einzukaufen und Dinge zu erledigen, also passte das ja, auch wenn uns Sonnenschein natürlich lieber gewesen wäre…

In Swellendam, wo ich den letzten Blogeintrag verfasst hatte, genossen wir noch eine wunderschöne Wanderung aufs Hochplateau. Blauer Himmel, gelbe Rapsfelder in der Ferne, violette und gelbe Blumen – wieder mal ein traumhaftes Farbenbouquet der Natur.

Wanderung auf die Plaat, Swellendam, South Africa

Wanderung auf die Plaat, Swellendam, South Africa

Wanderung auf die Plaat, Swellendam, South Africa

Am Nachmittag fuhren wir rund zwei Stunden zurück an die Küste, nach Hermanus. Der Ort ist zwar total touristisch, aber hat auch ganz viel Charme und eine extrem schöne Lage, nämlich an der Walker’s Bay. Aber nein, das war nicht der Hauptgrund, der uns nach Hermanus führte. Der Hauptgrund waren die Wale, die jedes Jahr von Juli bis Dezember in die Walker’s Bay kommen, teilweise sollen es bis zu 70 Wale sein, die sich dort aufhalten. Wir hatten dann auch riesiges Glück: Als wir um die Ecke zur Strandpromenade bogen und den ersten Blick auf die Bucht erhaschen konnten, hüpfte direkt vor unseren Nasen ein Wal hoch – WOW, ganz schön eindrücklich. Nachdem die Wale ein bisschen ruhiger wurden und nicht mehr so wild in der Gegend herumhüpften, fuhren wir los um eine Unterkunft zu finden, was sich leider als gar nicht so einfach herausstellte, fanden genau an diesem Wochenende in Hermanus doch gleich zwei Festivals statt! Schlussendlich fanden wir dann ein etwas überteuertes Zimmer einige Kilometer ausserhalb von Hermanus, aber wenigstens hatten wir ein Dach über dem Kopf.

Walker's Bay, Hermanus, South Africa

Southern Right Whale, Walker's Bay, Hermanus, South Africa

Southern Right Whale, Walker's Bay, Hermanus, South Africa

Am nächsten Morgen fuhren wir dann am Morgen auch gleich wieder nach Hermanus rein, um der Strandpromenade entlangzuspazieren und den Walen zuzuschauen. Diese schienen aber Morgenmuffel zu sein, ausser ab und zu mal einem kleinen bisschen Rücken oder mal einer Nasenspitze, die aus dem Wasser ragte war da nicht viel los. Schön war der Spaziergang trotzdem und wir sahen sogar zwei Seelöwen, die es sich auf einem Felsen in der Sonne gemütlich gemacht hatten.

Seehund, Hermanus, South Africa

Wir fuhren dann weiter entlang der wunderschönen Küste zur Betty’s Bay, wo es eine Pinguinkolonie hat. Auch das erinnerte mich ein wenig an Patagonien, aber die kleinen Pingus sind so putzig, denen könnte ich stundenlang zuschauen, wie sie durch die Gegend wackeln.

was für ein Panorama, kurz nach Bettys Bay, South Africa

Betty's Bay, South Africa

Betty's Bay, South Africa

African Penguins, Betty's Bay, South Africa

African Penguins, Betty's Bay, South Africa

African Penguin, Betty's Bay, South Africa

African Penguins, Betty's Bay, South Africa

Nach dem Besuch der Pinguine fuhren wir weiter nach Stellenbosch und während der Fahrt zogen immer mehr Wolken auf und auf einem Spaziergang durch das süsse Städtchen entleerte sich dann auch eine dicke Regenwolke über uns. Stellenbosch liegt ja in der Weinregion Südafrikas und obwohl es nicht Saison ist und die Reben keine Früchte tragen, liessen wir es uns nicht nehmen am Montagvormittag  eines der vielen Weingüter zu besuchen. Dabei sprang ich sogar über meinen eigenen Schatten und wir machten ein Wine Tasting, wobei ich feststellte, dass ich gewisse Weine gar nicht so schlimm finde – solange ich sie nach dem im Mund herumwälzen und die Geschmacksnuancen versuchen auszumachen wieder ausspucken kann :-).

Stellenbosch, South Africa

Warwick Estate, Stellenbosch

Stellenbosch, South Africa

Warwick Estate, Stellenbosch

Wine Tasting, Warwick Estate, Stellenbosch

Das Wetter zeigte sich den ganzen Tag über von seiner grauen Seite und machte die Fahrt durch Kapstadt auch ganz speziell und sehr stimmungsvoll mit dem Licht, das teilweise durch die dunklen Wolken durchdrückte, dem wilden Atlantik und den Bergen. Nach dieser Panoramafahrt machten wir Halt in Simon’s Town, wo es eine weitere und viel bekanntere Pinguinkolonie hat als diejenige in Betty’s Bay. Da wir, wie bereits erwähnt, den kleinen Frackträgern stundenlang zuschauen könnten, besuchten wir auch diese, was sich auch durchaus lohnte, denn man kann näher ans Wasser ran und so sogar beobachten, wie die Pingus sich in die Wellen stürzen und dann im Wasser wieder ans Ufer angeflitzt kommen.

ausserhalb von Kapstadt, South Africa

African Penguins, Boulder's Beach, Simon's Town, South Africa

African Penguins, Boulder's Beach, Simon's Town, South Africa

African Penguins, Boulder's Beach, Simon's Town, South Africa

African Penguins, Boulder's Beach, Simon's Town, South Africa

Hafen, Simons Town, South Africa

 

Den nächsten Tag starteten wir mit der Fahrt ans Kap der Guten Hoffnung. Die Stimmung dort war super: Der wilde Atlantik, dessen Wellen an die Felsen schlugen und ein Wind, in den man sich so richtig hineinlehnen konnte :-). Als wir wenig später beim Cape Point zum alten Leuchtturm hochspazierten, wechselte das Wetter plötzlich und wir wurden total durchnässt. Nun, der Vorteil daran, wenn man mit dem Mietauto reist und alle seine Siebensachen dabei hat ist, dass wir uns so rasch und einfach schnell trocken anziehen konnten – wunderbar.

Simons Town, South Africa

wunderschöner Ozean, zwischen Simon's Town und Cape Point, South Africa

Cape of Good Hope, South Africa

wilder Atlantik, Cape of Good Hope, South Africa

wilder Atlantik, Cape of Good Hope, South Africa

mal schauen, wie weit ich mich in den Wind hineinlehnen kann..., Cape of Good Hope, South Africa

Blick aufs Cape of Good Hope, South Africa

Lighthouse, Cape Point, South Africa

Gerne hätten wir am Kap noch eine Wanderung gemacht, aber der Wind war einfach zu stark und das Wetter zu wenig stabil, so dass wir uns aufmachten in Richtung Kapstadt. Unterwegs machten wir in Muizenberg, einem gemütlichen Vorort der Stadt einen Halt – dort stehen nämlich die bekannten bunten Strandhäuschen, die total schön anzuschauen sind. Ausserdem sind die Wellen Muizenbergs offenbar ein guter Ort zum Surfen; zahlreiche hartgesottene Surfer liessen sich nämlich von der gerade mal 12° kühlen Wassertemperatur nicht davon abhalten, sich in die Wellen zu stürzen, was natürlich auch immer schön anzusehen ist.

Muizenberg Beach, South Africa

Muizenberg Beach, South Africa

Muizenberg Beach, South Africa

Muizenberg Beach, South Africa

Muizenberg Beach, South Africa

Und dann hiess es „Nächster Halt: Kapstadt“. Auf Anhieb fanden wir unser Guest House, welches eine super Lage hat. Nachdem wir damit rund 5500 Kilometer abgespult hatten, brachten wir unseren Mietwagen zurück, leider nicht ganz unversehrt, denn irgendwo muss es uns einen Kieselstein auf die Windschutzscheibe gespickt haben, denn die Scheibe wird jetzt von einem recht grossen Riss geziert. Ooops…

Der Plan für den Mittwoch wäre gewesen, auf den Tafelberg hochzuwandern. Da dieser jedoch von dicken Wolken umgeben war, machte dies nicht viel Sinn und so spazierten wir durch die Long-Street und das Bo-Kaap-Viertel runter an die Waterfront. Dort besuchten wir den Nobel Square, der den vier südafrikanischen Nobelpreisträger gewidmet ist und das Museum am Robben Island Gateway. Immer mehr blauer Himmel drückte durch die Wolken und so genossen wir die Waterfront und die Aussicht auf den inzwischen fast freien Tafelberg, bevor sich die Wolken wieder verdichteten. Der Donnerstag und auch der heutige Freitag waren dann wie bereits eingangs erwähnt meist grau in grau und so verwarfen wir die Wanderung auf den Tafelberg schweren Herzens. Leider zeigte er sich uns nie ganz ohne sein Tischtuch… Wir nutzten die Tage für diverse Erledigungen und ein wenig Kultur: Gestern besuchten wir am Nachmittag das District 6 Museum und am Abend dann eine Tanzshow, was ganz witzig war und heute zog es uns einmal mehr runter zur Waterfront, wo wir das schön gestaltete Aquarium besuchten.

Bo-Kaap, Cape Town, South Africa

Bo-Kaap, Cape Town, South Africa

Bo-Kaap, Cape Town, South Africa

Nobel Square, Cape Town, South Africa

V & A Waterfront, Cape Town, South Africa

V & A Waterfront, Cape Town, South Africa

V & A Waterfront, Cape Town, South Africa

Disctrict 6 Museum, Cape Town, South Africa

Disctrict 6 Museum, Cape Town, South Africa

Disctrict 6 Museum, Cape Town, South Africa

The African Dance Theatre, Cape Town, South Africa

Aquarium, Cape Town, South Africa

Aquarium, Cape Town, South Africa

Ja und jetzt sind die Rucksäcke wieder gepackt und der Wecker ist gestellt: Morgen müssen wir früh aus den Federn und haben insgesamt drei Flüge vor uns, welche uns dann hoffentlich nach Arusha in Tansania bringen. Ursprünglich hätten wir zwischen Südafrika und Tansania ja noch Namibia besuchen wollen, um aber ein bisschen mehr Zeit in Südafrika wie auch in Tansania zu haben statt durch Namibia zu stressen, lassen wir dieses Land jetzt aber weg, wobei aufgeschoben aber auf keinen Fall aufgehoben sein soll :-).