And on and on and on we go…

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Posted from Swellendam, Western Cape, South Africa.

Nachdem wir in Hogsback eine Wanderung durch den schönen „Hobbit-Wald“ genossen hatten, liessen wir den Abend am eigenen Kaminfeuer in unserem Zimmer ausklingen. Das Backpackers hätte auch eine ganz coole Open-Air-Badewanne mit Aussicht (entweder aufs Panorama oder den Sternenhimmel, je nach dem um welche Zeit man plantschen geht), aufgrund der Kälte draussen und da wir ja unseren eigenen schönen Kamin hatten sowie auch weil die Badewanne wieder mal eine Generalreinigung nötig gehabt hätte, liessen wir die Wanne dann aber Wanne sein… Nun, den Kamin hatten wir aus lauter Freude dann aber so stark eingefeuert, dass uns irgendwann nicht nur warm wurde, sondern dass wir fast dahinschmolzen!

Wanderung durch den Hobbit-Wald, Hogsback, South Africa

Wanderung durch den Hobbit-Wald, Hogsback, South Africa

Open air Badewanne, Hogsback, South Africa

Spaziergang in Hogsback, South Africa

Am nächsten Morgen machten wir noch einen Abstecher zur „Edge“, einer schönen Anlage, die unter anderem ein schönes Outdoor-Labyrinth hat, einen kurzen Wanderweg sowie ein schnuckliges kleines Restaurant, wo wir nach dem Zen finden im Labyrinth und einem Spaziergang einen feinen Tee genossen.

Farbenpracht, Hogsback, South Africa

Labyrinth, Hogsback , South Africa

Labyrinth, Hogsback, South Africa

Natur meets Bling-bling, Hogsback, South Africa

Kurz vor Mittag fuhren wir dann auch bereits wieder weiter. Im total süssen Städtchen Grahamstown machten wir einen Lunch-Supermarkt-Tankstellen-Geldautomaten-Halt und waren ganz fasziniert davon, wie „weiss“ es plötzlich war; wo bis anhin die dunkelhäutige Bevölkerung überwiegt hatte, waren nun plötzlich überall mehr Weisse. Was in diesem Zusammenhang dann aber doch ein bisschen komisch anmutet ist, dass in den Restaurants zwar Weisse die Besitzer sind, das Küchen- und Servicepersonal aber Schwarze sind. Ebenso in Supermärkten: Die Eingangplakate zeigen weisse Filialleiter, das Personal an den Kassen ist jedoch ausschliesslich schwarz. Und die Liste könnte weitergeführt werden mit den Unterkünften, Tankstellen und so weiter und so fort. Das sind halt irgendwie trotzdem nach wie vor noch zwei Welten in einem Land… Aber zurück zu unserer Reise – am Nachmittag trafen wir dann an unserem Ziel ein, in Addo. Das Guest House war total genial (naja, wird auch von einem Schweizer geführt ;-)) und bot ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir bezogen sogleich die Hängematten im Garten, um dort noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu geniessen.

Reiseführer wälzen, Addo, South Africa

Der Ort Addo bietet an sich nichts, ist jedoch der Ausgangspunkt für den Addo Elephant National Park. Diesen besuchten wir natürlich am Dienstag und zwar waren wir pünktlich zum Sonnenaufgang dort und die ersten Besucher des Tages. Eine erste Runde führte uns schon bald zu einem Wasserloch und was für ein Glück: Da lagen tatsächlich zwei Löwen! Zwei wunderschöne Männchen, die erst vor sich hin schlummerten, dann aber von einem mutigen Büffel und einem abgebrühten Zebra angepirscht und aus dem Schlaf gerissen wurden. Nach einigem Hin- und Her (sehr spannend zum Beobachten) zogen sich die beiden aber schliesslich wieder zurück. Kurz daraufhin hüpften ein paar Warzenschweine um die Löwen herum, was diese aber nicht gross zu interessieren schien. Da wir uns ja im Elephant Park befanden, machten wir uns nach etwa einer Stunde am Wasserloch auf die Suche nach ebendiesen. Dabei fuhren wir den ganzen Park runter bis zum südlichen Ende und sahen dabei gerade mal drei Elefanten – eine recht magere Ausbeute. Was wir dafür umso mehr sahen waren die lustigen Warzenschweine, Strausse, Zebras, Büffel, Schildkröten und Affen. Auf dem Rückweg wollten wir nochmals bei dem Wasserloch vorbeischauen und als wir da um die Ecke bogen waren sie da, die Elefanten. Vier Herden, insgesamt etwa 100 Elefanten von klein bis gross, alt bis jung standen da – ein Wahnsinnsanblick! Als wir uns davon dann irgendwann losrissen entdeckten wir ein paar Meter wieder die beiden Löwen, denen das wohl zu viel Trubel gewesen war, so dass sie sich unter einen Strauch direkt neben der Strasse zurückgezogen hatten und dort faul in der Sonne lagen. Eine letzte Runde bot uns dann noch ein weiteres Highlight: Ein Zebrafohlen. Zebras gehören sowieso zu meinen Lieblingstieren, und als ich dieses kleine, staksige, gestreifte Ding mit seinem flauschigen Fell sah, schlug mein Herz natürlich einen Purzelbaum – so knuffig! Das Verlassen des Parks gestaltete sich dann als recht mühsam, denn die Dame, welcher wir den Eintritt bezahlt hatten hatte behauptet, wir hätten ihr hundert Rand (ca. CHF 10.-) zu wenig gezahlt. Sie war aber bereits im Feierabend und niemand fühlte sich verantwortlich. Nachzahlen sollten wir trotzdem. So ein Quatsch. Ein riesen Theater, bis ich irgendwann mit der Managerin ein paar nette Worte wechseln ging und das Ganze gegessen war und wir wieder zurück in unser heimeliges Guest House fahren konnten wo wir in der voll ausgestatteten Küche ein feines Gemüsesüppchen brutzelten und dabei ein sympathisches Gespräch mit einem südafrikanischen Päärchen hatten.

Sonnenaufgang, Addo Elephant National Park, South Africa

Sonnenaufgangsstimmung, Addo Elephant National Park, South Africa

Addo Elephant National Park, South Africa

spannende Szene, Addo Elephant National Park, South Africa

Addo Elephant National Park, South Africa

mutiges Zebra..., Addo Elephant National Park, South Africa

Löwen, Addo Elephant National Park, South Africa

Löwe, Addo Elephant National Park, South Africa

Büffel, Addo Elephant National Park, South Africa

Schildkröte, Addo Elephant National Park, South Africa

Strauss, Addo Elephant National Park, South Africa

Zebras, Addo Elephant National Park, South Africa

Elefanten, Addo Elephant National Park, South Africa

Elefantenherde, Addo Elephant National Park, South Africa

Elefanten, Addo Elephant National Park, South Africa

Elefanten, Addo Elephant National Park, South Africa

Elefanten, Addo Elephant National Park, South Africa

Rüsselakrobatik, Addo Elephant National Park, South Africa

Addo Elephant National Park, South Africa

Löwe, Addo Elephant National Park, South Africa

Löwe, Addo Elephant National Park, South Africa

Löwe, Addo Elephant National Park, South Africa

Zebrafohlen mit Zebramama, Addo Elephant National Park, South Africa

Zebrafohlen, Addo Elephant National Park, South Africa

flauschiges Zebrafohlenfell, Addo Elephant National Park, South Africa

Der nächste Tag sollte uns zum Nature’s Valley beim Tsitsikama Nationalpark bringen. Auf dem Weg dorthin umfuhren wir Port Elizabeth (wir hatten keine Lust auf Grossstadt) und machten stattdessen einen Abstecher nach Cape St. Francis, einem kleinen aber wunderschönen Ort am indischen Ozean. Das Wetter war sehr wechselhaft und besonders an dem Kap war dies gut zu spüren: Die Wellen schlugen mit aller Kraft schäumend gegen die Felsen und der Wind blies uns um die Ohren. Der Leuchtturm von Cape St. Francis machte das Ganze aber perfekt, das passte so richtig gut und für mich hatte der Ort eine ganz besondere Energie ausgestrahlt.

Leuchtturm, Cape St Francis, South Africa

Muschelstrand, Cape St Francis, South Africa

Cape St Francis, South Africa

wuuunderbar, diese Meeresbrise, Cape St Francis, South Africa

Leuchtturm, Cape St Francis, South Africa

Die Wolken wurden immer dichter und der Himmel dunkler und so machten wir uns schleunigst auf den Weg. Ein kurzer Zwischenstopp am Strand von Nature’s Valley und dann ab zu unserer etwas erhöht gelegenen Unterkunft. Diese ist total idyllisch gelegen und bietet viele Wanderungen und ist ein guter Ausgangspunkt für den Nationalpark.

Nature's Valley / Tsitsikamma National Park, South Africa

Kurz nach unserer Ankunft begann es jedoch zu regnen und hörte nicht mehr auf. Im Aufenthaltsraum hatte es zwar einen Kamin, jedoch war die Isolation so schlecht, dass dieser den Raum nicht aufzuwärmen vermochte und auch die Zimmer waren durch die fehlende Sonnenwärme eisig kalt. Nachdem wir uns am Donnerstagmorgen mit Lesen und Internetsurfen (wir sollten unbedingt mal noch unseren Tansania-Aufenthalt ein wenig planen…) einen faulen Vormittag gemacht hatten, waren wir am Mittag dermassen durchgefroren, dass ich es nicht mehr aushielt und es mich weiterzog. Der Besuch des Parks fiel ja sowieso im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, also fuhren wir nach Plettenberg Bay, machten dort einen Spaziergang, wärmten uns in einem Restaurant ein wenig auf und fuhren weiter, der Garden Route entlang nach Oudtshoorn in der Region Klein Karoo. Dort machten wir einen Spaziergang, spielten ein bisschen mit dem total süssen Welpen der Lodge und verkrochen uns dann unter die dicke und warme Schicht Bettdecken.
Heute Morgen besuchten wir eine etwas ausserhalb von Oudtshoorn gelegene Straussenfarm. Davon gibt es in der Region jede Menge, da vor langer Zeit mal ein richtiger Straussen-Boom stattgefunden hatte. Heute haben die Farmen wohl noch Strausse zur Fleisch-, Leder- sowie Feder-Produktion, bieten aber allesamt auch Touren an. An so einer nahmen wir auch teil. Das war zwar ein wenig touristisch aber auch sehr informativ und spannend.

guckst du, Strauss, Cango Ostrich Farm, Oudtshoorn, South Africa

Cango Ostrich Farm, Oudtshoorn, South Africa

die Strausseneier halten so einiges aus, Cango Ostrich Farm, Oudtshoorn, South Africa

Straussenhintern, Cango Ostrich Farm, Oudtshoorn, South Africa

Bevor wir Oudtshoorn wieder verliessen machten wir noch einen Stop im Supermarkt, wo im Eierregal nämlich auch Strausseneier zum Verkauf angeboten werden. So eines ergatterten wir uns; wo sonst findet man schon Strausseneier im Supermarktregal… Das Ei begleitete uns dann schön in Zeitungspapier eingewickelt auf unserer Weiterfahrt über die Route 62, eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Strecke. So fuhren wir beispielsweise eine Zeitlang über eine von schneebedeckten Bergen gesäumte Strasse um kurz darauf durch eine karge und mondlandschaftsähnliche Gegend zu fahren. In Barrydale, einem total süssen kleinen Örtchen machten wir in einem idyllisch an einem Weiher gelegenen Restaurant mit Panoramablick Mittagsrast und fuhren dann über einen sage und schreibe 351 Meter hohen Pass nach Swellendam. Auch Swellendam ist ein sehr schöner Ort, an welchem mich vorallem die wunderschönen Gebäude faszinieren.

unterwegs von Oudtshoorn nach Swellendam auf der Route 62, South Africa

einmal so..., unterwegs von Oudtshoorn nach Swellendam auf der Route 62, South Africa

und einmal so..., unterwegs von Oudtshoorn nach Swellendam auf der Route 62, South Africa

Mittagspause, Berrydale, South Africa

Berrydale, South Africa

kurz vor Swellendam, South Africa

kurz vor Swellendam, South Africa

Swellendam, South Africa

Swellendam, South Africa

Swellendam, South Africa

Swellendam, South Africa

Wir fanden ein sehr gemütliches Backpacker und erkundeten zu Fuss das Städtchen. Zum Nachtessen machten wir ein halbes Straussenei. Als wir das Ei auspackten, standen wir Nullkommanichts im Mittelpunkt und waren die grosse Attraktion. Die Besitzerin des Backpackers half uns netterweise beim Öffnen des Ei’s: Sie machte nicht lange und holte die Bohrmaschine aus der Werkstatt!

Straussenei, Swellendam, South Africa

Und als wir das Ei dann aufgebohrt hatten, wollte der Inhalt gar nicht mehr aufhören auszulaufen und wir füllten damit eine riesen Schüssel! Nun ja, offenbar entspricht so ein Straussenei ungefähr 25 Hühnereiern… Das Straussenei-Tomaten-Zwiebel-Rührei mit jungen Kartoffeln und Salat schmeckte hervorragend und wir freuen uns schon jetzt aufs morgige Frühstück, zu welchem wir die zweite Hälfte von unserem Straussenei geniessen werden :-).