Close to heaven in magical Ladhak…

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In den vergangenen Tagen konnten wir eine komplett andere Seite Indiens kennenlernen. Nachdem wir der Hitze entflohen waren, verbrachten wir zwei Tage in McLeod Ganj. Das Wetter war leider an beiden Tagen sehr neblig und immer wieder gab es kurze Regenschauer. Am ersten Morgen in McLeod Ganj schliefen wir deshalb zur Abwechslung mal aus, bummelten durch den Ort und zum Tsuglagkhang Complex, welcher unter anderem die Residenz des Dalai Lamas ist (wenn dieser denn mal in McLeod Ganj weilt). Besonders der Weg dorthin war schön, führte er doch durch einen Wald mit vielen Gebetsfahnen und kleinen Stätten mit Gebetssteinen etc. Der Tempelkomplex an sich ist hingegen nicht sehr berauschend und eher enttäuschend. In einem weiteren regenfreien Abschnitt spazierten wir zum Dal Lake, welcher rund vier Kilometer oberhalb vom Zentrum liegt, jedoch war dieser auch nicht gerade eine Augenweide sondern eher, was wir einen „Bergtümpel“ nennen würden ;-). Was den Reiz an dem Örtchen McLeod Ganj ausmacht, sind vorallem die vielen Exil-Tibeter, was eine spannende Stimmung ergibt. Da viele NGOs im Ort wirken, wird einem eine breite Palette an Informationen, in vielen Fällen in Form von Dokumentarfilmen geboten und so schauten wir uns am Abend bei einer tibetischen Pizza einen sehr spannenden Dokumentarfilm an, der uns eindrückliche Einblicke in die Geschichte sowie die aktuelle Situation im Tibet vermittelte.

McLeod Ganj, India

McLeod Ganj, India

McLeod Ganj, India

McLeod Ganj, India

Gebetsräder, McLeod Ganj, India

McLeod Ganj, India

McLeod Ganj, India

Prayer Wheels, Tsuglagkhang Complex, McLeod Ganj, India

Prayer Wheels, Tsuglagkhang Complex, McLeod Ganj, India

Tsuglagkhang Complex, McLeod Ganj, India

Dal Lake, McLeod Ganj, India

An unserem zweiten Tag in McLeod Ganj nahmen wir den Vormittag gemütlich, buchten dann unsere Plätze für den Nacht-Minibus nach Manali und spazierten durch den Nebel nach Dharmakot und wieder zurück. Damit wir für die Busfahrt auch schön müde waren, nahmen wir kurz vor der Abreise noch an einer Yoga-Stunde teil – zwei Stunden lang Muskeln wärmen, arbeiten lassen und dehnen (Premiere für Thomas, wobei er den Lehrer direkt mit einem Kopfstand beeindruckte ;-)); perfekt.

Spaziergang nach Dharamkot, McLeod Ganj, India

Spaziergang nach Dharamkot, McLeod Ganj, India

Spaziergang nach Dharamkot, McLeod Ganj, India

Die Busfahrt war kurvig und recht ruppig, ging aber dennoch recht rasch vorbei und um 06.00 Uhr standen wir in Manali beim Busbahnhof. Gemeinsam mit einem Englisch-Tibetischen Päärchen gingen wir mit einem Typen mit, der uns sein Guest House zeigen wollte und landeten so in einem total schnuckligen Zimmer im idyllischen Old Manali, zwischen mit Steindächern gedeckten Häusern, engen Gässchen und Apfelplantagen. Im Guest House gab man uns eine Karte des Ortes und wir staunten nicht schlecht, dass auf dieser zwischen Tannenbäumen, die den Wald markieren sollten auch Hanfblättchen drauf waren. Bei einem Spaziergang stellten wir dann aber fest, dass dies nicht unsere müden Augen waren, die uns einen Streich spielten, sondern dass da tatsächlich haufenweise Hanfpflanzen wild wucherten! Nach dem Frühstück spazierten wir zum in einer Waldlichtung gelegenen und sehr rustikal mit Hirsch- und Rehgeweihen dekorierten Hadimba-Tempel, um uns dann ein paar Stündchen schlafen zu legen.

Weg zu unserem Guesthouse, Manali, India

Apfelparadies, Old Manali, Manali, India

Old Manali, Manali, India

Old Manali, Manali, India

Steindach, Manali, India

Old Manali, Manali, India

Hadimba Temple, Manali, India

etwas ausgefallene Tempeldekoration, Hadimba Temple, Manali, India

Ghatotkach Sacred Tree, Manali, India

Manali, India

huch was wächst denn da am Strassenrand..., Manali, India

Beas River, Manali, India

Da das Wetter auch in Manali bewölkt und regnerisch war, beschlossen wir, am nächsten Morgen direkt weiter zu reisen. Eigentlich hätten wir in Manali ein paar Tage Wandern, Paragliden etc. wollen, bei dem Wetter jedoch Fehlanzeige. Zudem hatten wir vor dem nächsten Teil unserer Reise ganz schön grossen Respekt und wollten diese so schnell wie möglich angehen: Die Strasse von Manali nach Leh führt nämlich über fünf hohe Pässe (der höchste davon, der Taglang La liegt auf rund 5350 M.ü.M.) und ist dafür bekannt, keine sehr bequeme Strecke zu sein. Lange Wartezeiten aufgrund von Erdrutschen sind an der Tagesordnung und für die rund 450 Kilometer benötigt man rund 18-20 Stunden. Da die Landschaft diese Strapazen aber wettmachen sollte, entschieden wir uns dafür, die Strecke in zwei Tagen zurückzulegen, was sich im Nachhinein als eine super Entscheidung herausstellte.

Frühmorgens ging es los, im Minibus mit elf anderen Mitreisenden, wovon bis auf einen tibetischen Mönch und seine Begleiterin, eine Deutsche Tibetologin, die einen Dokumentarfilm am Drehen ist, allesamt auch Weltenbummler waren – wir waren eine bunt gemischte und sehr angenehme Gruppe. Über ziemlich matschige und zum grössten Teil ungeteerte Strassen schlängelte sich unser Minibus hoch auf den ersten Pass (vor uns fuhr ein oranger Tata Nano – Indiens Billig-Auto – das machte Mut; wenn der das schaffte, sollte es für uns ja ein Einfaches sein). Die Landschaft war noch sehr grün und hätte auch irgendwo in den Schweizer Alpen sein können – abgesehen von den Gebetsfahnen und Stupas natürlich ;-). Durch ziemlich trübes Wetter ging es weiter, hoch und runter und über Stock und Stein bis wir am Nachmittag in Jispa, unserem Übernachtungshalt ankamen. Man hatte uns gesagt, dass die Übernachtung sehr einfach und im Zelt sei, weshalb wir uns auf ein dünnes Mättchen auf einem harten Zeltboden eingestellt hatten. Umso grösser war die Überraschung, als wir ins Zelt schauten und darin ein Doppelbett vorfanden! Ein bisschen die Gegend erkunden, ein bisschen Lesen und schon war es Abend. Nach einem leckeren Nachtessen und interessanten Diskussionen am Lagerfeuer ging es ab ins Zelt, denn am nächsten Morgen fuhren wir zeitig weiter, um den deutlich längeren Streckenabschnitt unter die Räder zu nehmen. Die Landschaft wurde immer karger und das Wetter immer besser. Beim Mittagessen in einem der Tee-Zelte entlang der Strasse riss der Himmel auf – atemberaubend schön! Wahnsinn, das Farbenspiel – man hatte das Gefühl, die Wolken greifen zu können, so nah wirkte der Himmel. Aber auch wie sich die Landschaft veränderte von bizarren Sandsteinformationen über Geröllhalden bis hin zu schneebedeckten Bergen war beeindruckend. Wir überquerten den höchsten Pass unserer Reise wobei der Mönch als einziger Höhenkrank wurde und wir deshalb keinen Stopp machten und der Rest der Fahrt verging wie im Fluge. Nach einem langen aber wunderschönen Tag kamen wir kurz nach dem Eindunkeln in Leh an, welches für uns der Ausgangspunkt für diverse Aktivitäten und Erkundungstouren in Ladhak ist.

Blick vom ersten Pass der Reise: Rohtang La, 3978 M.ü.M., Zweitagesreise Manali – Leh, India

auf dem Rohtang La, Zweitagesreise Manali – Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zeltunterkunft in Jispa, Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Mittagspause, Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Gegenverkehr auf Passstrasse, Zweitagesreise Manali - Leh, India

Taglang La, 5359 M.ü.M., Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Zweitagesreise Manali - Leh, India

Glücklich aber sehr müde nahmen wir ein Zimmer im erstbesten Guest House und stellten leider zu spät fest, dass es dies ein nicht sehr sauberes war… Nun, am nächsten Tag hatten wir sowieso keine grossen Pläne und so bummelten wir nach dem Frühstück ein wenig durch Lehs Gässchen und fanden eine wunderbare Unterkunft mit super Panoramablick und einem schönen Garten. Nachdem wir umgezogen waren spazierten wir über den „Tibetan Refugees Market“ und genossen einfach die angenehmen Temperaturen und die netten Leute mit ihren hübschen roten Pfausbacken.

Am Abend trafen wir uns mit dreien, welche auf dem gleichen Minibus wie wir gewesen waren zum Nachtessen und beschlossen dabei, uns am nächsten Morgen den Sonnenaufgang vom Leh Palace aus anzuschauen. Um 05.30 Uhr marschierten wir los, begleitet von Strassenhunden erst zum Leh Palace und dann noch ein bisschen weiter hoch. Die Aussicht und die Stimmung waren wunderschön, die Sonne tauchte erst die verschneiten Berggipfel in der Ferne in warmes Licht und beschien dann nach und nach das Städtchen Leh, welches von oben wie eine grüne Oase inmitten der kargen aber total schönen Landschaft scheint. Bei den Gebetsfahnen auf einem anderen Hügel sassen wir dann noch eine weitere Stunde und genossen die Aussicht und beobachteten die Flugzeuge, die im nahegelegenen Flughafen landeten.

Sonnenaufgangsstimmung über Leh, India

Aussicht über Leh, India

Blick über Leh, India

sw2-1130562

Tsemo Fort, Leh, India

hoch über Leh, India

hoch über Leh, India

Shanti Stupa, Leh, India

Leh Fort, Leh, India

Leh Fort, Leh, India

Tsemo Fort, Leh, India

Nach einem leckeren Lassi und einem gemeinsamen Frühstück trennten sich unsere Wege: Thomas und ich erkundigten uns nach einer Mountainbike-Miete und buchten schlussendlich eine Downhill-Bike-Tour vom Khardung La, dem mit 5602 M.ü.M. höchsten mit Motorfahrzeugen befahrbaren Pass der Welt herunter nach Leh. Wir hatten zwar Respekt vor der Höhe, da wir aber während der Reise von Manali nach Leh und auch unserem ersten Tag in Leh keinerlei Anzeichen von Höhenkrankheit hatten trauten wir uns das zu. Und es hatte sich wirklich gelohnt. Die Fahrt auf den Pass hoch bot trotz dem etwas bewölkten Himmel eine tolle Sicht und die Talfahrt auf den Bikes war einfach nur super.

auf dem Weg zum Khardung La, Indian

auf dem Weg zum Khardung La, India

auf dem Khardung La, 5602 M.ü.M., India

Ready fürs Downhill, Khardung La, India

Für heute hatten wir uns vorgenommen, die nächsten Tage zu planen, was angesichts der unglaublichen Vielzahl von Tourveranstaltern, welche schlussendlich alle in etwa das selbe anbieten gar nicht so einfach ist. Wir beschlossen deshalb, uns für die nächsten Tage ein Motorrad zu mieten, mit welchem wir heute Nachmittag beim Kloster Thiksey, rund 20 Kilometer ausserhalb von Leh waren (Fotos folgen im nächsten Blogeintrag) und morgen für zwei Tage an den Pangong See fahren werden.